Was Sportlehrkräfte wirklich über Schulsportfeste denken – und was das für move up bedeutet
Manchmal ist das Offensichtliche schwer auszusprechen. Deshalb haben wir gefragt – anonym, ehrlich, ohne Schönfärberei. 149 Sportlehrkräfte aus dem deutschsprachigen Raum haben an unserer Umfrage zum Thema „Schulsportfest zwischen Anspruch und Realität" teilgenommen. Was dabei herauskam, war nicht überraschend. Aber es war eindeutig genug, um laut darüber zu sprechen – und konkrete Konsequenzen zu ziehen.
Die Organisation ist das Problem – nicht die Idee
Fast alle Lehrkräfte, die wir befragt haben, finden Schulsportfeste grundsätzlich gut. Niemand hat gesagt, er wolle keins. Das Problem liegt woanders: in der Umsetzung, im Alltag, in der fehlenden Struktur.
Auf die Frage nach den größten Herausforderungen bei der Organisation eines Schulsportfests antworteten die Teilnehmenden mit erschreckender Einigkeit:
Was diese Zahlen zeigen: Das Sportfest scheitert nicht am Veranstaltungstag. Es scheitert in den Wochen und Monaten davor – an fehlender Planung, fehlendem Rückhalt im Kollegium und an dem Gefühl, alles alleine stemmen zu müssen.
Was das Kollegium wirklich braucht – und was es bekommt
Wenn 63 % der befragten Lehrkräfte die Kollegiumsmotivation als größte Herausforderung nennen, steckt dahinter eine klare Botschaft: Wer ein Sportfest plant, plant es oft allein. Das Kollegium macht mit – aber trägt nicht mit. Das ist strukturell kein persönliches Versagen, sondern ein Systemfehler. Wenn niemand weiß, was genau von ihm erwartet wird, wenn Rollen unklar sind und Aufgaben unverteilt bleiben, dann ist Zurückhaltung das rationale Verhalten.
Genau deshalb ist die Frage nach der gewünschten Unterstützung so aufschlussreich:
70 % wollen Ablaufpläne, 70 % wollen eine klare Rollenverteilung, 63 % wollen Vorlagen und Checklisten. Das ist kein Wunsch nach Unterstützung – das ist ein Ruf nach Struktur. Und Struktur ist genau das, was ein gutes Sportfestkonzept liefern muss.
Was ein neues Format leisten muss – laut Lehrkräften
Wir haben auch gefragt, was bei einem neuen Sportfestkonzept besonders wichtig wäre. Die Antworten sind bemerkenswert klar:
| Was muss ein neues Konzept leisten? | Zustimmung |
|---|---|
| Hohe Motivation & Spaß für alle | 86 % |
| Teamorientierung statt Einzelleistung | 55 % |
| Inklusion aller Schüler*innen | 45 % |
| Rechtssicherheit & klare Organisation | 45 % |
| Geringer Planungsaufwand | 31 % |
| Klare Schritt-für-Schritt-Anleitung | 28 % |
86 % nennen Motivation und Spaß als wichtigstes Kriterium – noch vor Planungsaufwand, Kosten oder digitaler Unterstützung. Das ist ein Hinweis, der häufig übersehen wird: Lehrkräfte wollen ein Sportfest, auf das sich auch die Schüler*innen freuen. Nicht nur eines, das organisatorisch reibungslos läuft.
Die Bundesjugendspiele: ein Format auf dem Rückzug
53 % der befragten Schulen führen keine Bundesjugendspiele mehr durch. Nur 23 % behalten sie bewusst bei. 17 % haben kein Sportfest in irgendeiner Form. Das klassische Format stirbt nicht mit lautem Knall – es verschwindet still, Schule für Schule, Jahr für Jahr.
Was das alles für move up bedeutet
Diese Umfrage hat move up nicht erfunden – aber sie bestätigt, warum es gebraucht wird. Jede einzelne Herausforderung, die Lehrkräfte nennen, ist in das Konzept eingeflossen:
- Kollegiumsmotivation – move up gibt jedem Teammitglied eine klare Rolle. Wer weiß, was er tun soll, zieht mit.
- Zeitplanung – Der Sportfest-Planer erstellt automatisch kollisionsfreie Stationspläne für alle Klassen. Kein manuelles Tüfteln.
- Personal- und Helfereinsatz – TaskCards ermöglicht Selbsteintragung per QR-Code. Das Stundenplanteam kann die Liste direkt in WebUntis übertragen.
- Stationskarten und Materialien – Fertige Karten für über 30 Stationen, filterbar nach Ort, Material und Schulform. Sofort einsatzbereit.
- Teamorientierung & Inklusion – Alle Stationen sind so konzipiert, dass der Klassenerfolg vom Team abhängt – nicht vom schnellsten Einzelnen.
- Vorlagen und Checklisten – 55 Anhänge: E-Mail-Vorlagen, To-do-Listen, Checklisten, Formulare. Nichts muss neu geschrieben werden.
„move up ist nicht die Antwort auf eine theoretische Frage. Es ist die Antwort auf genau das, was Lehrkräfte in dieser Umfrage beschrieben haben – jeden Tag, an jeder Schule."
70 % der befragten Lehrkräfte würden ein neues Konzept grundsätzlich ausprobieren. 90 % sind offen dafür. Die Bereitschaft ist da. Was noch fehlt, ist der erste Schritt. Wenn du ihn gehen möchtest – wir sind bereit.
Zur Methodik
Die Umfrage „Schulsportfest zwischen Anspruch und Realität" wurde im Zeitraum Januar bis April 2026 durchgeführt. Insgesamt nahmen 149 Sportlehrkräfte aus unterschiedlichen Schulformen im deutschsprachigen Raum teil. Die Teilnahme war freiwillig und anonym. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ im wissenschaftlichen Sinne, geben aber einen aufschlussreichen Einblick in die Alltagsrealität von Sportlehrkräften.